Ich wurde
glücklicherweise
wiederbelebt und
kann nun was erzählen.
Meine Mama hat mich am 7. Juni 1977 ins Scheibbser Krankenhaus gebracht und ich wurde mit Verdacht auf Kehlkopfentzündung zur Sicherheit aufgenommen. Am darauffolgenden Morgen bin ich um 5:00 früh erstickt. Meine Lungen hörten auf zu atmen und auch mein Herz hörte auf zu schlagen. Atemstillstand. Herzstillstand. Ein großartiger Turnus-Arzt war rechtzeitig zur Stelle, hat mich Wiederbelebt und einen Not-Schnitt am Hals gesetzt. Damit hat er mir ein zweites Leben geschenkt.
Ich konnte dem Turnusarzt trotzdem nie danken. Denn Traumata haben sehr oft die Eigenart, dass sie vom Menschen verdrängt werden und nicht wahrgenommen werden können. Nur der Körper erinnert sich. Mein Gehirn wollte die Informationen dazu auch nie speichern. Ich habe immer und immer wieder vergessen, was eigentlich passiert ist. Ich habe, bis ich 40 Jahre alt war, ein Leben geführt, dass diesen Teil einfach komplett ignoriert hat. Ich dachte: Das war, aber ist nicht relevant für mein Leben.
Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, zwei großartigen Frauen zu begegnen, die Ayahuasca-Zeremonien abhalten. Dadurch wurde eine erste Erinnerung wieder lebendig. Und das ging so: Orgasmen sind vielen Menschen wichtig, aber ich konnte schon früh den Zauber des Jenseits dadurch spüren. Das war und ist mir wichtig. Ich wußte nur nicht warum. Mit der Zeit und mit verschiedensten Techniken der Traumatherapie kam ich auf eine ganz eigene Wahrheit: Ayahuasca (und fast noch besser Bufo) können einem Menschen zeigen, dass wir keine Angst vor dem Tod haben müssen. Und das Wichtigste hier auf dieser Erde ist die Liebe.
Ayahuasca kann uns den Weg zur Liebe zeigen. Ayahuasca ist wie ein kleiner Tod. Der Orgasmus ist auch ein kleiner Tod – im französischen gibt es sogar die Worte: La petite mort. Und Sexualität kann so spirituell wichtig sein wie beten – schade, dass die katholische Kirche dieses Thema so merkwürdig verdreht hat. Alles eins: Tod, Orgasmus und Ayahuasca. Und alle drei sind ein Symbol für die Wichtigkeit der Liebe. Amen.